Dekaden sind - scheinbar - vergangen seit meinem letzten Blog-Eintrag. Viel ist passiert.. Und deshalb gibts jetzt einen Rückblick:
Auf der Uni ist viel zu tun, besser gesagt: wäre bereits viel zu tun gewesen, bislang blieb aber wenig Zeit dafür. Das soll sich in den nächsten fünf Wochen aber gehörig ändern, ich muss mich nämlich dahinterklemmen, um den den Stoff durchzupluggarn und -arbeiten, der für die Absolvierung des Kurses am 16. März vonnöten ist. Soviel zu den Dingen, die in den letzten Wochen links liegen gelassen wurden bzw. auf der Strecke blieben.
Wo wir auch schon beim Stichwort wären: Lange Strecken, unzählige Kilometer und europäische Hauptstädte habe ich innerhalb der letzten Wochen hinter mir gelassen.
STOP!
Vom Anfang an: Gab es anfangs noch Pläne, doch erst am 29. Jänner nach Österreich zu fliegen, um die Prüfung am 31. auf der Uni zu machen, wurden diese Ideen alle in der Nacht auf den 25. Jänner zerstört nach einem Telefongespräch mit Anja. In diesem motivierte sie mich, doch schon am 26. Jänner nach Österreich zurück zu kehren, um das große Finale von S* nicht zu verpassen. Kurzfristig buchte ich dann einen Flug für den gleichen Tag über Köln nach Wien. Leider hatte dieser Umweg über Köln/Bonn einen Schönheitsfehler. Ich musste die Nacht einsam und alleine am Flughafen verbringen (begleitet nur von der Stimme vonwegen Unbeabsichtiglassen des Gepäckes), der Anschlussflieger ging erst frühmorgens. War eine 'interessante' Nacht, von der mir noch Tage später Albträume plagten...
Ich verbrachte eine wunderschöne Zeit in Wien, durfte das Starmania-Finale miterleben, und dann in den nächsten Tagen (die eher eigentlich fürs Lernen reserviert waren) schöne Tage mit dem wichtigsten Menschen meines Lebens verbringen. Was gibt es Schöneres, als einen Frühstücksbrunch im Möbel? Jag älskar det!
Mittwoch wurde dann die Prüfung geschrieben (ich warte immer noch aufs Ergebnis: "der frank lässt sich aber auch hoasen"). Und das wahre Abenteuer startete dann am nächsten Tag frühmorgens.
Mit Rainer im Handgepäck ging es mit meinem 'Auto-auf-Zeit' ab in Richtung Norden. Ein Road-Trip über Deutschland und Dänemark sollte uns bis nach Uppsala bringen. Die drei veranschlagten Tage wurden voll genutzt. Zwischenstopps gabs in Hamburg (jaja, auf der Reeper-Bahn nachts um halb eins...), in Malmö mit Abstecher in Kobenhagen (Stadtbesichtigung all inclusive in 2 Stunden: Nyhavn, Cristiania, etc. Nur die kleine Meerjungfrau blieb ungesehen!), und in Stockholm. Rainer ist ein toller Kamerad fürs Auto. Und auch Speedy, mein kleines Rotes, ließ nichts anbrennen... Die letzten Tage mit Rainer wurden ruhiger durchlebt (in Stockholm/Uppsala/Uni).
Ja, und nachdem ich Rainer dann letzten Mittwoch zum Flughafen gebracht habe, bekam ich zwei Tage später schon wieder Besuch aus Österreich. Freitag abends landete Mischa in Stockholm, wo wir die letzten Tage (mit Shoppen: ich kann keine Hosen mehr sehen!) verbrachten. Aber auch das Hotelzimmer in Stockholm wurde genutzt. Bussi!
Heute gings noch raus in den südlichsten Zipfel Groß-Stockholms. Wir besuchten Mischas Freund Andreas (nein, nicht mich, der heißt wirklich so!) auf Smådalarö, wo Andreas als Gärtner in einer 'Privatgärtnerei' arbeitet. Ein wunderschöner Flecken Land. So schön, dass ihn sogar Inga Lindström aka Christiane Sadlo für filmreif empfunden hat und dort einen ihrer berühmten/beliebten Herz-Schmerz-Streifen gedreht hat.
Am Abend gabs wieder Abschiedsszenen in Stockholm-Arlanda, dem Flughafen Stockholms, Mischa flog wieder zurück nach Wien. 'Oje, ein großes Unglück!'
Liebe Leute, glaubt mir: Schweden ist so schön! Es besticht durch seine pittoreske Landschaft! Durch Wasser, durch Wald, aber auch durch seine träumerische Hüttchen, Häuser und Dörfer, allesamt lieblich in die Umwelt eingebettet. Ich bin entzückt! Nutzt die Möglichkeit, mir einen Besuch abzustatten, um ein Land zu besuchen, das die Natur als eine unendliche Resource zur Ruhe und Kraft nutzt. So zumindest erlebe ich Schweden!
Jürgen, kannst du dich noch erinnern? Wie schrieb António Nobre über Lissabon: 'Quem não viu Lisboa, não viu coisa boa.' (Wer Lissabon nicht gesehen hat, der hat nichts Schönes gesehen). Ich kann nur sagen:
Quem não viu Suécia, não viu coisa boa! - Den som inte har sett Sverige har inte sett någonting vacker!