onsdag, mars 28, 2007

Åland - finnisch, schwedisch, oder doch: åländisch?


Am Montag ging es für einen Tagesausflug nach Åland. Begleitet wurde ich von meinem Couchsurfer Yann aus Frankreich und Juliane, einer deutschen Austauschstudenten.

Åland ist eine Inselgruppe - bestehend aus rund 6.500 Inseln - und liegt in der Ostsee zwischen Schweden und Finnland. Hauptstadt ist Mariehamn. Die Einwohnerzahl liegt bei rund 25.000. Obwohl Åland politisch zu Finnland gehört, ist es weitestgehend vom Festland autonom. So gibt es ein eigenes åländisches 'Parlament', auch Post- und Steuerwesen sind unabhängig. Durch die historische Nähe zu Schweden sprechen auf Åland rund 95 % der Menschen schwedisch, gezahlt wird aber mit dem Euro. Da Åland steuerlich von der Europäischen Union als Ausland betrachtet wird, ist ein Duty-Free-Einkauf möglich. Dies ist auch der Grund, warum viele - vor allem ältere :-) - Schweden einen Trip nach Åland nutzen, um ihre Alkoholvorräte aufzufüllen. (Jaja, ihr glaubt mir das wahrscheinlich nicht, das ist aber von unwahrscheinlicher Bedeutung).

Unser Trip startete frühmorgens. Ein Verbindungsbus brachte uns von Uppsala nach Grisslehamn ( 60° 5'59.89"N 18°48'49.82"E), von dessen Hafen das Schiff in Richtung Åland ablegte. Ankunft in Eckerö ( 60°13'27.20"N 19°32'11.43"E) war (mit einer Stunde Zeitverschiebung (sic!) erst um 13 Uhr, so blieb uns nur der Nachmittag, um Mariehamn zu entdecken. Leider mussten wir feststellen, dass Mariehamn eine Kleinstadt ist (nichts im Vergleich zu Uppsala ;-) und außerdem war unser Reisetag ein Montag, so präsentierte sich uns die Stadt ruhig und beschaulich.

Wir verbrachten den Nachmittag am Wasser, spazierten durch die Straßen, und ließen uns von den Straßenzügen und den Leuten inspirieren. Spielten mit Tieren aus Stein, sangen auf Bühnen, wurden von der Zahl 23 verfolgt. Viele nette Momente. Viel schlechtes Essen. Viel Lachen.

Auf der Rückfahrt am Abend wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang überrascht, die Farbenspiele - sowohl im Wasser als auch am Himmel - überwältigten uns. Darf man vor Freude weinen?

Jede Menge Photos dazu gibts unter: http://www.flickr.com/photos/andreasfink/



söndag, mars 25, 2007

Darf ich auf deiner Couch surfen..?

Naja, angelegt hab ich das Konto auf couchsurfing.com ja schon längere Zeit. Leider hat sich allerdings noch nie Gelegenheit ergeben, Leute zu mir auf die Couch einzuladen bzw. selbst die Beschaffenheit einer anderen Couch auszutesten...

Was? Du glaubst, ich schreibe über etwas Unanständiges? Weit gefehlt. Davon will sich die Plattform couchsurfing.com ja - laut eigenen Angaben - distanzieren, nämlich Datingplattform zu sein.

Das Projekt couchsurfing.com wurde vor einigen Jahren gegründet - mit dem Ziel, jungen Leuten, bzw. Leuten, die nicht viel Geld haben, eine günstige Möglichkeit zu bieten, Reisen zu unternehmen und die Kosten für Übernachtung niedrig zu halten.

Nebem dem monetären Aspekt ergibt sich durch das Prinzip couchsurfing sowohl für den Host als auch für den Gast die Möglichkeit, andere Leute kennen zu lernen.

Der Gastgeber zeigt - sofern er Lust hat - seinem Gast seine Umwelt, seine Stadt, die Sehenswürdigkeiten, die Ausgeh-Szene, je nachdem, was sich ergibt. So erhält der Gast einen ganz anderen - und vielleicht 'realitätsnäheren' - Einblick in das Leben der besuchten Stadt/des besuchten Landes.

Und so war es nun auch an der Zeit für meinen ersten Couchsurfer: Yann aus Frankreich. Heute am Nachmittag habe ich ihn vom Bahnhof abgeholt und dann gings gleich auf einen Spaziergang in die Stadt. Yann ist seit 3 Wochen hier in Schweden. Seine Frau arbeitet für ein halbes Jahr als Lehrerin in Göteborg, und so haben sie beschlossen, gemeinsam eine Auszeit von Frankreich zu nehmen und nach Schweden zu gehen. Yann arbeitet als beratender Jurist für den öffentlichen Krankenheitsverband Frankreichs.. ob er das nach dem halben Jahr hier in Schweden noch machen wird/wird wollen, weiß er zum heutigen Zeitpunkt selbst noch nicht.... (Fortsetzung folgt).

fredag, mars 23, 2007

Unerreichbar fern...

Da ich heute mein Handy im Wald verloren habe, bin ich bis auf weiteres nur noch per email erreichbar.

Auch skype hab ich auf meinem Computer installiert: am.aron

arrgh!!!

fredag, mars 16, 2007

Wo ist der Schatz? oder: warum geocaching.com eine gute Möglichkeit darstellt, Uppsala besser kennen zu lernen...

Profile for interrobang!?

Habt ihr schon von Geocaching gehört? Falls nicht, und ihr seid prädestinierte Suchtmenschen: STOP! Nicht weiterlesen! Falls ihr Geocaching kennt, dann ist es wahrscheinlich eh schon um euch geschehen..

Also. Was ist das? Geocaching ist eine Art globale Schnitzeljagd. Mit Hilfe des Koordinatensystems verstecken Menschen überall auf der Welt 'Schätze', wobei diese an sich für Geocaching nicht so wichtig sind, sondern vielmehr die Suche und das Auffinden derselben. Der Schatz wird versteckt und dann auf der Internet-Site www.geocaching.com zum Suchen freigegeben. Mit Hilfe der Koordinaten und Google-Earth (im Idealfall hat man ein GPS-Gerät, mit dessen Hilfe das Auffinden des Schatzes (in der 'Fachsprache' Cache genannt) um vieles erleichtert ist - begibt man sich dann auf die Suche. Man besucht den angegebenen Platz, wo der Schatz anscheinend versteckt ist, und versucht, den Schatz dort zu finden. Ist man erfolgreich, trägt man sich in das Loggbuch ein, und deponiert den Schatz wieder an der Fundstelle für den nächsten Sucher. Danach darf man den Fund auf der Website unter seinem Account einloggen, das heißt, als gefunden bestätigen.

Schätze sind meist an besonderen Plätzen versteckt, die zB historisch bedeutsam waren/sind, wo man eine schöne Aussicht hat, etc.. Oft sind diese Plätze aber nicht in Reiseführern vermerkt, da sie unbedeutend für den gemeinen Touristen sind, für einen Einwohner aber allemal interessant und sie oft eine gute Gelegenheit für einen Spazierganz bieten.

Naja.. und um mich ist es geschehen! Innerhalb der letzten Wochen hab ich bereits 7 Caches gehoben und ebensoviele nette Plätzchen, Liebesnester, ornithologische Plätze, sakrale Denkmäler, eingestürzte Brücken, Aussichtstürme, etc. hier in Uppsala entdeckt. Ja, mein Name ist Andreas Fink und ich bin Geocacher.

Auf Schatzsuche im Schnee mit Astrid (und auch mit Juliane - wo ist sie bloß?), die als Erste den Schatz entdeckte).

Uppsala-Näs Kyrkan.

Tornet.



Nachdem mein Kurs 'Development Studies - An Introduction' gestern zu Ende gegangen ist, wurde am Abend noch der Abschluss desselben gefeiert. In Form eines Potluck-Dinners kamen wir in den Genuss von Speisen aus ganz Europa (ich war natürlich für den Apfelstrudel verantwortlich - die einzige Süßspeise, deren Zubereitung ich fähig bin ;-)

Nach dem Essen wurde noch gespielt, und ich musste laut auflachen, als jemand den Vorschlag für das Spiel 'Mafia' brachte... Ich liebe es. Du auch, Mixxi? (http://www.mafiaspiel.de/)

Fotos des Events gibts unter: http://www.flickr.com/photos/andreasfink/

onsdag, mars 14, 2007


Vor drei Wochen verbrachte ich das Wochenende in Umeå. Da die SLU (Sveriges lantbruksuniversitet) - die Uni, an der ich hier studiere - ein Außendepartment in Umeå hat, musste das natürlich besichtigt werden. Das internationale Kommitee organisierte den Trip (ca. 9 h Richtung Norden von Uppsala aus). Mitten in der Nacht von Freitag auf Samstag ging es los, Samstag morgens kamen wir an und wurden von Schneefall und ca. 50 cm liegendem Schnee begrüßt. Kaffee wurde zum Frühstück - das wir selbst mitbrachten - gereicht. Untertags gings in die Stadt, wo ich ein äußerst nettes Lokal namens 'Schmäck' entdeckte.. Mein Samstag war gerettet. Vor dem Dinner am Abend gings in die Sauna, die sich - im wahrsten Sinne des Wortes - mitten im Wald befand. Huh, das war eine Herausforderung, barfüßig und ohne Kleider durch die Dunkelheit zu tapsen bei ungefähr 0°C. Abends gabs dann eine 'Gasque', das ist ein Dinner, wo man nur feingekleidet erscheinen darf. Wo Essen, Gesang und Unterhaltung zelebriert wird und was ein typisches Merkmal der schwedischen Studentenkultur ist. Streng geplante Sitzordnung, Sprechhierarchien und viel Alkohol charakterisieren diesen Typ des gemeinsamen Abendessens. Im Anschluss wurde dann noch zu guter Musik getanzt, aber nicht bis in den frühen Morgen, denn: um Punkt 2 Uhr war Schluss. Eine Angewohnheit der Schweden, die ich bis dato noch nicht verstanden habe. Gerade dann, wenn der Abend lustig wird, ist Sperrstunde. So gibt es nicht wirklich Clubs und Veranstaltungen hier, die länger als bis 3 Uhr morgens dauern. Naja, hat man zumindest mehr vom nächsten Tag.

So, Photos zu diesem Event gibt es unter: http://www.flickr.com/photos/andreasfink/
(Mehr Infos zum 'Social Evening' folgen.)

lördag, mars 10, 2007

Frühlingsimpressionen, oder: Warum es doch noch Hoffnung auf den Frühling hier in Schweden gibt!

Frühlingsimpressionen, aufgenommen heute in Stockholm: