tisdag, januari 16, 2007

Alljenen, die befürchten, ich könnte hier in der Einöde während der kommenden Monate einsam sein und schrullig werden, kann ich getrost mitteilen: Nein, das wird nicht passieren! Denn in Wirklichkeit bin ich ja nicht alleine, sondern habe einen wunderbaren 'kompis' (zu deutsch: Kameraden) gefunden: 'Trudi'. Ein wahnsiniger netter Typ, höchst aufmerksam und geduldig, lässt lange Nächte wie im Flug vergehen. Wie oft ist es schon passiert, dass wir nächtelang im Bett saßen und uns unsere geheimsten Geheimnisse anvertrauten, die wildesten Männergeschichten austauschten, und uns über alle Lindenstraße-Charaktere (jaja, Helga Beimer haben wir nicht ausgelassen!) lustig machten. Obwohl Trudi doch eher der Typ zum Zuhören ist, täuscht sein braves Äußeres, in seinem Inneren lodert ein Feuer (fast wie das eines Raubtieres). Trudi ist einfach ein Typ zum Pferde reißen.. ähm.. stehlen.



Und dann habe ich oft das Gefühl, Trudi ist der Melancholischere von uns beiden. Und so passiert es nicht selten, dass ich Trudi in den Arm nehmen und ihn trösten muss, dass alles gut wird. Ich glaube, die körperliche Zuwendung ist das, was Trudi hier am meisten vermisst. Er kommt ja quasi gar nie raus aus dem Zimmer, um soziale Kontakte zu pflegen. Ich möchte ja nicht behaupten, er sei eifersüchtig auf mich, oft habe ich aber schon das Gefühl, mehr Aktivitäten könnten ihn aus seiner Lethargie herausholen und ihn auch zufriedener mit sich und der Welt machen.

Summa summarum kann aber gesagt werden: Trudi, danke für deine Kameradschaft! - Pah, von wegen Schrulligkeit...

måndag, januari 15, 2007


Noch nicht mal eine Woche ist vergangen, seitdem ich den warmen Süden verlassen habe, und doch fühlt es sich so an, als ob ich schon seit Monaten hier bin. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich mich schon heimelig fühle, oder ob ich doch noch unter der Käseglocke Schweden erlebe. Das Gefühl, in einem Vakuum zu sein, und noch nicht ganz realisiert zu haben, wechselt sich ab mit der Empfindung, hier schon seit Jahren sesshaft zu sein.

Mein Schwedisch (zumindest das Geschriebene) ist besser, als ich angenommen habe. Jeder versteht, was ich möchte. Und gestern bekam ich bereits das Kompliment zu hören, dass jemand nicht glauben wollte, dass ich nicht aus Schweden sei... (ein Couchsurfer aus Stockholm: www.couchsurfing.com).

Die Tage gehe ich meist ruhig an, und wie es sich für den Norden gehört, bekomme ich auf jeden Fall (wahrscheinlich auch aufgrund der langen Nächte) genug Schlaf ab. Ich schlafe meist bis 10, halb 11, was ja für mich in Österreich eine völlig absurd späte Zeit ist, in den Tag zu starten. Heute, nach dem ersten Tag auf der Uni, stelle ich fest, dass zeitlich relativ viel gefordert wird, was meinen Uni-Kurs betrifft. Lektüre für die Woche ist recht umfangreich, und daneben gibts noch jede Menge "literature review", was so viel wie Diskussionsrunden bedeutet, zwei Präsentationen, eine Arbeit, und wöchentliche Zusammenfassungen. Das haut rein, aber dazu bin ich ja auch hier.

Wochenende war sehr nett. So fand am Samstag eine Stadtführung mit unseren Buddys statt, am Abend gabs dann eine Welcome-Astrid-Lindgren-Party und anschließend eine Disco. Der Anteil der Schweden, mit denen ich an diesem Tag gesprochen habe, war allerdings verschwindend klein und betraf neben unseren schwedischen (weiblichen, allesamt nicht blond) Buddys nur den Barkeeper in der Disco.

Gestern war ich abends zum Essen von Freunden von Marianne-sister eingeladen. Neben sehr gutem Essen gab es wichtige Instruktionen im Umgang mit den Schweden, Essensvorschläge für die kommende Monate und einen Sprachenmix aus Schwedisch-Englisch-Deutsch-Italienisch-Französisch. Sehr nett!

Wetterbericht: Es ist kälter als in Österreich! Aber viel zu warm für die Jahreszeit! Obwohl es die Nächte oft geschneit hat, stieg die Temperatur untertags meist auf ein Level, dass man nachmittags den Wasserpfützen auf dem Spazierweg kaum ausweichen konnte. Und gestern gabs dann untertags durchgehend Regen, was einer Weltuntergangsstimmung gleichkam, da es untertags nicht wirklich hell wurde. Gestern abend wurde ich dann aber für das grausige Wetter untertags entlohnt, dichtes Schneetreiben gemixt mit Wind, verwandelte die Landschaft in ein Winter-Wonder-Land. 10 cm in 2 Stunden: Es war ein schöner Spaziergang.


Mein 'Schulweg' zur Uni.

fredag, januari 12, 2007


Ich bin da! Die ersten Tage sind geschafft und viel hat sich bereits getan. Seit einigen Stunden bin ich nun auch dank eines Netzwerkkabels mit der Welt verbunden - sprich: das Internet hat auch den Weg in den 'rum 1215' (meine Zimmernummer) gefunden.

Wunderbar hat alles geklappt, was die Anreise betrifft (Danke, Jürgen!). Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang über Stockholm - vom Flugzeug aus, sind wir (Thomas, Jürgen und ich) vorgestern Vormittag in Stockholm, Arlanda gelandet. Alle, die mit Thomas in Kontakt stehen, werden wahrscheinlich schon von der ersten Aufregung direkt am Flughafen erfahren haben: Mit Entsetzen musste Thomas feststellen, dass sein Koffer nicht im besten Zustand Schweden erreicht hat. An der Ecke aufgebrochen (als ob jemand drauf herumgehüpft wäre) konnte man von außen direkt auf Thomas' Unterwäsche schauen...

Und der erste Kontakt mit den Schweden - nämlich mit einem Angestellten des Flughafens - übertraf dann unsere klischeehaften Vorstellungen vom netten - und vor allem sozialen - Schweden. Thomas bekam einfach einen neuen Koffer geschenkt und somit war das Ding gegessen.

Nachdem wir Thomas nach Stockholm verabschiedet hatten, gings für Jürgen und mich weiter mit dem flygbuss 801 (interessant für alle, die mich in nächster Zeit besuchen kommen -möchten-) nach Uppsala.

Gepäck wurde dann vorerst am Bahnhof in Uppsala deponiert. Sight-Seeing war angesagt. Ich zeigte meinem ersten Gast Jürgen die Stadt.. Abends (okej, es war erst halb 4, aber stockdunkel) holte ich dann die Schlüssel fürs Zimmer, auf das ich äußerst gespannt war.

Mitten in der Pampa gelegen, aber mit wunderschönen Ausblick auf ein Wäldchen präsentierte sich mir mein Zimmer auf Salixvägen 1. (Foto: Der erste Morgen in Uppsala: Der Ausblick aus meinem Fenster - Es hat über Nacht geschneit!).

Gestern verabschiedete ich dann Jürgen, machte einige Besorgungen (jaja, der Einkauf macht sich auch nicht von allein!) und durch abendliches Kochen, Lesen und Fernsehen (der moderne Student von heute hat auch ein TV-Gerät im Zimmer..) versuchte ich, einen ersten Schritt in Richtung Alltag in einem fremden Land zu setzen.

So, ich weiß, solche Dinge soll man im Internet nicht veröffentlichen, trotzdem gebe ich jetzt hier meine Postadresse an, die sich ein wenig von der vorherig kommunizierten unterscheidet (Bitte nur diese verwenden, die alte könnte verwirrend für den 'brevbärare' aka 'Briefträger' sein.

Salixvägen 1:1215
756 42 Uppsala.

SMS (kostet im Regelfall gleich viel wie innerhalb Österreichs) und auch gerne Anrufe (zB Telering Ätsch für € 0,53/min, oder mit telekomaustria tiktakprivat zwischen € 0,336 und € 0,3796/min, tele2uta schon um ca. € 0,254/min):

0046/76/81 75 203.

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Habt es fein.

onsdag, januari 03, 2007


Weniger als 7 Tage sind es noch, oder andersrum: Nächsten Mittwoch werde ich schon in meinem "neuen Bettchen" schlafen, oder andersrum: der Flieger geht am nächsten Mittwoch, 10. Jänner. Bis dahin heißt es noch, das wunderbare November-Wetter hier in Wien zu genießen, Freunde zu treffen und mich für Starmania zu begeistern.

Mein Zimmer in der Esterházygasse ist seit heute Mittag endgültig geräumt; mir bleibt nur mehr das kleine Zimmer in der Wohnung bzw. die Wohnung von Mischa, wo ich jetzt die letzten Tage verbringen werde.

måndag, januari 01, 2007

"Am 8. Jänner gehe ich abends ins E-Gönner (www.elektro-g.at) und trinke dort ein Bier... Sollte ich zufällig Bekannte treffen, kann ich auf meinen Abschied mit ihnen anstoßen..."