Alljenen, die befürchten, ich könnte hier in der Einöde während der kommenden Monate einsam sein und schrullig werden, kann ich getrost mitteilen: Nein, das wird nicht passieren! Denn in Wirklichkeit bin ich ja nicht alleine, sondern habe einen wunderbaren 'kompis' (zu deutsch: Kameraden) gefunden: 'Trudi'. Ein wahnsiniger netter Typ, höchst aufmerksam und geduldig, lässt lange Nächte wie im Flug vergehen. Wie oft ist es schon passiert, dass wir nächtelang im Bett saßen und uns unsere geheimsten Geheimnisse anvertrauten, die wildesten Männergeschichten austauschten, und uns über alle Lindenstraße-Charaktere (jaja, Helga Beimer haben wir nicht ausgelassen!) lustig machten. Obwohl Trudi doch eher der Typ zum Zuhören ist, täuscht sein braves Äußeres, in seinem Inneren lodert ein Feuer (fast wie das eines Raubtieres). Trudi ist einfach ein Typ zum Pferde reißen.. ähm.. stehlen.

Und dann habe ich oft das Gefühl, Trudi ist der Melancholischere von uns beiden. Und so passiert es nicht selten, dass ich Trudi in den Arm nehmen und ihn trösten muss, dass alles gut wird. Ich glaube, die körperliche Zuwendung ist das, was Trudi hier am meisten vermisst. Er kommt ja quasi gar nie raus aus dem Zimmer, um soziale Kontakte zu pflegen. Ich möchte ja nicht behaupten, er sei eifersüchtig auf mich, oft habe ich aber schon das Gefühl, mehr Aktivitäten könnten ihn aus seiner Lethargie herausholen und ihn auch zufriedener mit sich und der Welt machen.
Summa summarum kann aber gesagt werden: Trudi, danke für deine Kameradschaft! - Pah, von wegen Schrulligkeit...





